Es ist 6:00 Uhr und wieder frisch heute Morgen  ... eigentlich ist es morgens immer frisch. Wir tummeln uns ja auch auf 3000m.

Die Sonne war noch nicht am Boden angekommen, als ich aufgestanden bin. Also hieß es erstmal wieder "Klar kommen", Kaffee kochen und anfangen einzupacken... Prozedere wie jeden MORGEN.

Ja, ich hatte mich echt bei meinen Snacks und auch dem Frühstück vertan. 

Also gab es heute morgen NUR Kaffee mit Kollagen und MCT Pulver. 

Da es aber heute über den Kearsarge Pass gehen wird und MORGEN in Independence sind, machte ich mir nicht allzu großen Sorgen, dass ich verhungern werde. Außerdem hatte Kati noch ein zwei Tüten Nüsse über, die sie mir ohne Zögern überließ.

Um 7:35 Uhr kam die Sonne durch die Bäume und um kurz vor 8 Uhr ging es wieder LOS.
Es ging schnell aus dem waldigen Teil raus und wurde OFFENER... der blaue Himmel strahlte.

Ab und zu kommt immer mal ein Zaun, der aber einfach zu überqueren ist... entweder sind hier kleine Teile "Private Property" oder es ist wegen der Tierpopulation.

Auf dem Weg gab es auch weitere größeren Campspots mit Bärenboxen.  
Am Vidette Meadow gab es nach 5 km bergab einen kleinen SNACK.

Die Pause war nur kurz und weiter ging es bis zur nächsten Junction.

 Hier hing eine BärenINFO... über die Aktualität wurde sich aber "gestritten" (unter anderen Hikern). Da wir unseren Bärenkanister immer weiter weg vom Zelt deponierten, machte ich mir sowieso keine großen SORGEN. 

Es folgte ein biestiger Aufstieg mit 300 HM auf 2 km.

Es ging also in Switchbacks steil nach oben, dass einem die Puste weg blieb.  

Die Aussicht war allerdings wunderschön und entschädigte, wie so oft, die Anstrengung.

Nach ca. 40 min Aufstieg treffe ich auf die Junction, die über den Bullfrog Lake zum Kearsarge Pass führt. 

Also heißt es erneut, den JMT verlassen und nach RECHTS zum Re-Supply Paket abbiegen.

Hier traf ich auf ein paar Hiker, die gerade Pause machten. Auch Ashley war dabei und wir unterhielten uns kurz. Ihren Freund hab ich unten an der Junction getroffen. Er machte gerade Pause... 

Sie gehen nicht über den Kearsarge Pass raus, sondern haben Essen bis zur Muir Ranch im Gepäck. Deswegen wandern sie auch von Bärenbox zu Bärenbox, da ihr gesamtes Essen für diese lange Zeit NICHT in einen Bärenkanister passt.

Es war das letzte Mal, dass wir uns auf dem Trail sahen, denn danach war der Abstand zu groß, dass wir sie hätten nochmal einholen können.

Am Bullfrog Lake wollten wir eine Pause machen und so ging ich los, um ein schönes Plätzchen zu finden. Und das war ganricht so einfach, den es war überall WUNDERSCHÖN.

Es kam zuerst ein kleinerer See, denn ich fälschlicherweise schon als Bullfrog Lake betitelte... aber der RICHTIGE, kam erst dahinter. Der Kleine musste sich allerdings nicht vor seinem großen Bruder verstecken.

Es ging also noch ein Stückchen weiter und der GROßE kam zum Vorschein.

Ich bin dann doch ein ganzes Stück um den See rumgehangen, um ein geeignetes Pauseplätzchen zu finden. Es das hat sich gelohnt. 

Ich packte meinen SNACK aus und war überwältigt von der AUSSICHT.

Hier am Bullfrog Lake ist Campen übriges verboten. Ich hoffe es halten sich alle dran 

Die Pause wurde mit 45 min ausgiebig genutzt, bevor es weiter Richtung Kearsarge Pass ging.

Ein kurzes Stück ging es noch am See entlang und dann wurde es ERNST.

Es folgten langgezogene SWITCHIES und der Anstieg war nicht allzu steil, aber eben STETIG.

Ich drehte mich immer wieder um und sog den Anblick der Landschaft auf.

Hier bekam man den ersten Blich auf die Kearsarge Lakes.

Es folgte die Junction, wo es sich, wenn man vom Pass runterkommt, in zwei Weg teilt. Einmal, von wo wir gerade gekommen sind und der andere Weg verläuft oberhalb des Bullforg Lakes auch wieder zurück auf den JMT/ PCT.

Ich ging weiter... STEP BY STEP... mit noch ca. einem KM und 120 HM vor Augen.

Der Pass lag auf 3600 m, also ein paar Meter fehlten noch. Ich konnte schon das Schild und andere Hiker sehen. 

Der letzte SWITCHIE...

... und dann war ich um 12:45 Uhr oben.

.. und wieder wird der Erfolg mit den bereits anwesenden Hikers gefeiert.  Das ist schon eine tolle Community und immer ein besonderes ERLEBNIS.
Der Bullfrog Lake im Hintergrund und vorne die Kearsarge Lakes

... hier dürfte man auch zelten. Das hätte ich auch gerne gemacht, aber es passte nicht in die Timeline.

Bis hier waren es 12,45 km vom Bubbs Creek bis hoch auf den Pass.

Es folgte eine Pause. Die Aussicht  in Richtung Onion Valley, also die andere Seite, wo es gleich runter geht, war auch nett anzusehen ... aber es flashte mich jetzt nicht soooo.

 Von weitem sah man eine Muli Kolonne kommen. Hier werden Re-Supply Pakete, die sich Wanderer an den Charlotte Lake liefern lassen, geschleppt. Und bestimmt noch andere Sachen. 

Nach 30 min ging es dann weiter. Es lagen  weitere 7,5 km und knapp 800 Hm abwärts vor uns.

Mit dem Höhenprofil in der Eastern Sierra malt man Berge.

Der Weg war ganz gut zu laufen. Fester Sandweg mit ein paar Stolpersteinen zwischendurch. Allerdings auch riesigen Stufen. Die mag ich gar nicht, weil ich da fast immer runterspringe und meine Knie dadurch unnötig belaste.

Auch hier gab es eine Heart Lake, der gut an seiner Form zu erkennen war und wieder viele SWITCHIES.
Ich kam gut voran.

Es ging, wie gesagt, nur BERGAB und mir graute es ein wenig vor übernächsten Tag, wo es genau diesen Teil wieder hoch ging.

Es läßt sich natürlich nicht ändern, wiederholte ich in meinem Kopf, und ich bin mir auch sicher, dass ich das auch schaffen werde.

Der ein oder andere See, an dem man vorbei kam, bot auch ein schönes Nachtplätzchen. 

Aber die Entscheidung, dass wir unten am Orion Valley Campground einen WalkIn nehmen werden, war längs gefallen.

Irgendwann gab es Handyempfang. Ich glaube, dass mir das eine kreuzenden Wanderin gesagt hatte. Ich schaute auch gleich nach und JEP... ONLINE 🛜 !!!

Ich blieb also auf einem Stein neben dem Trail sitzen und schaute bei WhatsApp & Co rein.

... wie süchtig man doch ist ...

Es waren noch ca. 3 km und es kam ein fieses Geröllfeld... prädestiniert dafür sich den Fuß umzuknicken, habe es ging alles GUT.

Das Valley kam näher und man konnte mittlerweile den Parkplatz erkennen.

Und dann hatte ich es geschafft. Das Onion Valley war erreicht und
ich durfte stolz auf mich sein. Ich befand mich hier auf ca. 2900m.

Kurz hinter mir stolperte (im wahrsten Sinne des Wortes) eine Tageswanderin am Trailhead ein. Ich sagte reflexartig "oh, watch your steps!!!" und drehte mich zu ihr, falls ich sie auffangen hätte müssen.

Sie lächelte und bedankte sich... dann bemerkte sie offenbar meinen großen Rucksack und fragte "you need a ride?".
Von Onion Valley, was ich gelesen habe, wird oft ge-hitchhiked. Das ist auch recht einfach von hier, da es viele Tageswanderer gibt und die meisten Einheimische sind. Die nehmen gerne Hiker mit. 

Ich bedankte ich mich für das Angebot und mir kam kurz der Gedanke, dass es heute auch schon schön wäre, in einem richtigen Bett zu liegen. 

Aber ich lehnte  ab. Wir haben für morgen die Buchung im Mt. Williamson mit all inclusive und heute werden wir es auch noch gut schaffen im Zelt zu schlafen. 

Außerdem kommt morgen doch KURT als unser Shuttle-Fahrer, den will ich nicht verpassen.

Ich wartete auf Kati und zusammen gingen wir zum Campground.

Kurz eingelesen in die CG Bedingung und es folgte die SUCHE nach einem  freien Spot. Hier war viel belegt, aber wir hatten GLÜCK.

Wäre aber auch nicht der letzte gewesen, aber mir gefiel die NUMMER 7 sehr gut. 

Es gab wieder einen praktischen Tisch und zwei Flächen, wo jeweils ein Zelt reinpasste.

Bevor die Zelte aufgebaut wurde, ging es auf Erkundungstour über den Campground und das Umfeld.
Ich warf nebenbei das Geld für das Campground Permit in den Kasten.

Ich weiß vom letzten Jahr, als ich mein geplantes letztes Re-Supply Paket hier persönlich gebunkert hatte, dass es hier Bärenboxen gab. Warum nicht auch eine Hiker Box mit FREE STUFF.

Kati hatte Lust auf eine kalte Cola und ich könnte noch ein zwei Snacks gebrauchen, denn ich hatte nur noch mein Diner und einen Kaffee + Creamer für morgen zum Frühstück.
Wir wurden fündig... nur das die Cola dank der "Hitze" durch die Sonneneinstrahlung nicht kalt war. Ich fand eine Tüte getrockneter Erdbeeren und nahm sie an mich.

Zurück am Campspot baute ich mein Zelt auf.

Ich nahm meinen gesammelten Müll aus dem Bärenanister und warf sie in den Mülleimer hier am CAMPGROUND.

Auf dem Trail gilt nämlich "PACK IN PACK OUT!" 

Das bedeutet das man ALLES, was man auf den Backpacking Trip mitbringt, auch wieder mitnimmt! Es wird kein Müll auf den Trail gelassen, und da es keine Mülleimer gibt, packt man alles wieder ein.

So kommt dann in 6 Tagen einiges zusammen.

Hier am Camp gab es kein portable WATER und so mussten man an den Creek und wieder filtern.

Ich war kurz verwirrt und war mir sicher, dass es hier WASSER aus dem Hahn gab, aber als ich eine andere Camperin gefragt hatte, verwies sie mich an den CREEK.  GUT...., war ja eh tägliche Routine.

Wieder zurück am Spot war es 18:00 Uhr und der Kocher wurde angeschmissen.

 Die Sonne verschwand auch schon langsam hinter den BERGEN.

 Heute gab es bei mir Quinoa mit Gartengemüse ... ansonsten hatte ich NUR eine Sorte dabei und das war African Peanut Stew. 

Das Quinoa war ok, aber das Stew war besser.

Nach dem Meal gab es noch meine Himbeeren und um 19:00 Uhr ging ich nochmal für kleine Prinzessinnen.

 Die Sonne verschwand und es wurde auch wieder kälter.

Um 19:30 Uhr lag ich im ZELT.


Gute Nacht Day SIX

26.08.2024

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Statistik

Bubbs Creek to Onion Valley

Tages-KM : 20,15

Gesamt-KM : 112,86

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